Ruine Wartenfels

Weg Nr. 10

100 m20 min0,5 kmSchwierigkeit:

Dieser Weg führt Sie vom Forsthaus Wartenfels zur Ruine Wartenfels. Der kurze, aber anspruchsvolle Weg führt Sie auf 1021 Meter Höhe und bietet Ihnen einen herrlichen Panoramablick in den Flachgau, zu

den Seen des Alpenvorlandes und des Salzkammergutes.

Ab der Ruine können Sie weiter zum Schober wandern (Weg Nr. 10 – Gehzeit ca. eine Stunde bis zum Gipfel) oder wieder zurück zum Forsthaus, wo Sie sich bei einer urigen Jause im Gastgarten stärken können.

 

Vom Forsthaus besteht auch die Möglichkeit nach Fuschl am See zu wandern.

 

 

B U R G R U I N E    W A R T E N F E L S
In landschaftlich reizvoller Lage am Westabhang des Schobers liegt auf einem Felsen die Burgruine Wartenfels. Die Burg wurde von Konrad von Kahlham im Jahre 1259 errichtet. Konrad nannte sich fürderhin „von Wartenfels“. Ein Konrad von Wartenfels erscheint ab 1267 in Urkunden. Er verkauft die Herrschaft samt den dazugehörigen Gütern und Zehenten 1301 an den Salzburger Erzbischof um 180 Pfund Pfennige. Die tatsächliche Übernahme erfolgte vermutlich erst nach dem Tode Konrads 1326, da er keine männlichen Erben hinterlassen hatte.

 

 
Der Erzbischof richtete auf Wartenfels ein Pfleggericht ein, das zuerst über das ganze Gebiet von Thalgau, Faistenau, Fuschl und Abersee gebot. Gegen Ende des 16.Jahrhunderts übersiedelten die Pfleger nach Thalgau. Ab 1564, mit dem Bau eines Gerichtsgebäudes in Thalgau, war die Burg dem Verfall preisgegeben. Aber noch in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts waren, alten Bildern zufolge, beträchtliche Teile sämtlicher Außenmauern vorhanden.
Der Verfall schritt weiter, bis die Gemeinde Thalgau die Kulturabteilung der Landesregierung auf den immer bedrohlicher werdenden Zustand der Ruine hinwies. Durch einstürzende Mauerteile ergab sich höchste Gefahr für die zahlreichen Besucher dieses beliebten Aussichtspunktes, andererseits zeichnete sich auch das völlige Verschwinden dieses Baudenkmals ab.

Mit der Planung für die Sicherung der Ruine wurde ein Thalgauer Architekt beauftragt. Die Bauarbeiten begannen im Mai 1981, wobei zuerst alle vorhandenen Mauerreste von zerstörendem Baumwuchs befreit wurden. Aufgrund des Baubefundes und vorhandener alter Ansichten gelang es, drei Fenster in der großen Westmauer in Höhe des ersten Stockwerkes zu rekonstruieren. Dadurch erhielt der Baukörper soviel Substanz, dass er nun auch vom Tal weithin sichtbar ist. Die übrigen Mauerzüge wurden ausgebessert, die Mauerkronen dauerhaft befestigt.

Die Arbeiten, im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt, erbrachten auch die Wiederauffindung eines Mauerteiles im Burginneren und des früheren Einganges, der bislang verschüttet war. Wartenfels steht heute im Eigentum des Landwirtes Franz Leitner, der tatkräftig an der Erhaltung mitwirkt.