Fuschl am See Wanderweg

Von Thalgau zum Fuschlsee und über Feldberg nach Fuschl am See

Weg Nr. 11

280 m2h309 kmSchwierigkeit:

Wandern Sie vom Ortszentrum aus Richtung Süden über die Fuschler Ache zur Leithen, dort beginnt der Anstieg nach Thalgauegg. Dieser startet mit einem schmalen Privatweg zwischen einer Hecke und einem kleinen Haus, führt dann über eine Wiese bis Sie zum asphaltierten Weg kommen, welcher Sie bis zur Bundesstrasse führt. Nun überqueren Sie die Bundesstrasse und durchwandern ein Waldstück, überqueren dann zum zweiten mal die Bundesstrasse und folgen nun dem Wanderweg durch den Wald zum Alpenblick. Dort angekommen, werden Sie mit einer herrlichen Aussicht über Thalgau und den Flachgau belohnt. 200 Meter weiter kommen Sie zur Kapelle „Guter Hirte“. Der Feldweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt Sie bergab von Egg in den Hundsmarkt. An der Straße biegen Sie links ab zum Fuschlsee (Anschluss Fuschlseerundwanderweg – ca. 3 Stunden), dem Gasthof Berger oder zur Hundsmarktmühle.
Feldberg: Von der Anschlussstelle Fuschlseerundweg gehen Sie die Straße ca. 200 Meter weiter Richtung Hundsmarktmühle. Nach der Mühle geht der Weg rechts von der Straße weg ins „Stille Tal“, von diesem führt Sie rechts ein Weg durch Mischwald über den Feldberg bis zur „Schöffbaumkapelle“ – Weiterwanderung Richtung Fuschl am See.

 

 

 

 

Kapelle zum „Guten Hirten“

erbaut vom Künstler Hans Weyringer. Thalgau besitzt ein buntes Programm an Kapellen und Bildstöcken. Einiges Altehrwürdiges wurde in den letzten Jahren restauriert und nun kommt auch Neues dazu. Die Kapelle zum Guten Hirten reiht sich hier sinnvoll ein. Das Thema des guten Hirten war vorgegeben durch einen Bildstock auf dem Weg nach Fuschl. Diese Kapelle ist ein Denkmal, regt zum Denken an, will etwas in Erinnerung rufen, hier konkret die Botschaft vom guten Hirten. Sie ist ein Raum zum Stillwerden, zur Besinnung, zu geistlicher Rast, die in unserer hastenden Zeit so wohltuend ist. Diese Kapelle nimmt den Betrachter hinein in die Welt gläubigen Vertrauens.

Hundsmarktmühle mit der Kugelmühle in Thalgauegg

Die Hundsmarktmühle am Fuschlseerundweg gehört seit ihrer Entstehung zum Besitz der Salzburger Erzbischöfe. Sie wurde ursprünglich als Nebengebäude des Gutes Gallenbach erbaut. Damals wurde die Mühle auch als „Winntmüll“ bezeichnet. Es handelte sich dabei um eine der bei uns seltenen Windmühlen: Jedoch war dieser keine große Zukunft beschieden. Noch in der ersten Hälfte d. 16 Jhdts. wurde sie als Wassermühle an den Gallenbach verlegt.
Die Bezeichnung „ Hundsmarktmühle“ lässt sich erst seit Mitte des letzten Jahrhunderts belegen.
Die Trennung der Mühle vom Gut Gallenbach erfolgte im Jahr 1570, seither ging die Mühle als selbständige Liegenschaft seine eigenen Wege. Im Jahr 1989 wurde die Mühle von der Marktgemeinde Thalgau gekauft, restauriert und zu einem Museum mit historischer Mühle und einem attraktiven Veranstaltungsort gestaltet.
Unter dem Motto „Vom Korn zum Brot“ sind zahlreiche Schauobjekte zu besichtigen. Die Kernstücke sind ein wasserbetriebener Mühlstein, ein kompletter Mahlgang mit Walzenstuhl, sowie ein Backofen mit dazugehöriger Backstube. In Schauräumen sind wichtige Ereignisse aus der Geschichte Thalgaus dokumentiert und ein Film zeigt die Arbeitsweisen aus früherer Zeit, vom Getreideanbau bis zum Brot.
Sonderausstellungen, traditionelle Veranstaltungen und Bauernherbstzeit beleben die Mühle und laden immer wieder zu einem Besuch ein.

Die Kugelmühle

Das Gewerbe der Kugelmüller gab es im gesamten Flachgau, besonders in Thalgau. Reinitzhuber Maria, Häuslerin in der „Holzleiten“, erzeugte 1792 in 18 Gängen 200.000 Detscher (= kleine Kugeln). Weitere Mühlenbetreiber waren beispielsweise in Finkenschwand (Thalgauberg) und Mahdleiten am Fuschlsee. Die Kugelmacherei wurde vielfach von Müllern als Nebenverdienst ausgeübt.
Die Mühlen wurden hauptsächlich im Sommer, bei genügender Wasserführung, benützt. Die Rentabilität war von der Beschaffenheit der Steine abhängig. Einen eigentlichen Kugelsteinbruch gab es nur in Wartenfels am Fuße des Schobers und im Vetterbachergraben. Diese Steine durften nur im Gerichtsbezirk Thalgau verwendet werden. Vielfach wurden daher Geschiebe (Findlinge) aus den Bächen bearbeitet.
Die Kugeln wurden von Salzburg aus weltweit verschifft. Sie wurden als Schiffsballast für Segelschiffe zur Regelung der Stabilität oder zum Schießen für Kugelspiele verwendet.
Ende des 19. Jhdt. wurde die Erzeugung von Marmorkugeln überall eingestellt, weil gebrannte Lehm- und Zementkugeln billiger waren.
Die Kugelmühle bei der Hundsmarktmühle ist wieder in Betrieb und es werden auch wieder Kugeln „gemahlen“, die man auch käuflich erwerben kann.